Das Bergwaldprojekt entwickelt eigene KI‑Plattform: Was kann die nachhaltige KI „made in Würzburg“?
„Ich frage mal kurz ChatGPT.“ Diesen Satz sagen auch viele Würzburgerinnen und Würzbuger täglich. Die künstliche Intelligenz (KI) hat für Alltagsfragen eine schnelle Antwort parat. Die Nutzung des vom US-Unternehmen OpenAI entwickelten, KI-gestützter Chatbots, hat aber einige Nachteile. Die Würzburger Organisation Bergwaldprojekt hat jetzt eine Alternative entwickelt: die Plattform „aim2balance.ai“. Welche Vorteile bietet sie? Und wie ist die Idee dazu enstanden? Im Gespräch verrät Geschäftsführer und Vorstand Stephen Wehner außerdem, weshalb seine KI eine umweltfreundliche Alternative darstellt.
Frage: Wie ist die Idee entstanden, eine eigene KI zu entwickeln?
STEPHEN WEHNER: Wir haben uns 2023 erstmals mit KI befasst, weil wir selbst damit gearbeitet haben. Mit einem externen KI‑Experten, Husam Al‑Dakak, hatten wir eine Schulung dazu. Dabei sind uns der massive Strom- und Wasserverbrauch von ChatGPT und anderen Modellen aufgefallen. Diese entstehen durch die enorme Rechenleistung, die benötigt wird, um Milliarden von Parametern durch die KI gleichzeitig zu verarbeiten. Die Komplexität der Modelle erfordert massive Hardware und benötigt sowohl Energie zum Arbeiten als auch Wasser, um nicht zu überhitzen. Nach Schätzungen der International Energy Agency (IEA) wird sich der KI-bedingte Stromverbrauch europäischer Rechenzentren zwischen 2022 und 2024 verdoppelt bis verdreifacht haben. Zusätzlich kam noch die Frage der Datensicherheit auf. Husam Al‑Dakak hat daraufhin ein........
