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Nach dem Wimbledon-Drama: Novak Djokovic ist der Beste, doch Roger Federer bleibt der Grösste

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15.07.2019

Alles sei gut. Er könne noch immer stehen. «Es wird zwar Zeit brauchen, das zu verdauen, aber ich habe den Beweis erbracht, dass es auch mit 37 noch nicht vorbei ist», sagt Roger Federer um 19.15 Uhr Londoner Zeit. Soeben hat er zum dritten Mal in seiner Karriere nach 2014 und 2015 einen Wimbledon-Final gegen Novak Djokovic verloren. Doch noch nie war es so dramatisch wie in diesem Jahr. Federer verliert ein Spiel, das er nie hätte verlieren dürfen. Im Tiebreak des ersten Satzes verspielt er einen 5:3-Vorsprung. Im dritten Durchgang lässt er einen Satzball ungenutzt und verliert auch diesen im Tiebreak.

Doch nichts ist mit dem Drama zu vergleichen, das sich im fünften Satz abspielt. Federer macht ein 2:4 wett, nimmt Djokovic den Aufschlag zum 8:7 ab und hat bei eigenem Service zwei Matchbälle, die er nicht nutzen kann. Wie auch die zwei Breakchancen beim Stand von 11:11. Im 256. und letzten Einzel des Turniers kommt es zu einer Wimbledon-Premiere: Tiebreak im fünften Satz beim Stand von 12:12. Federer verliert auch dieses. Nach 4:55 geht er mit 6:7 (5:7), 6:1, 6:7 (4:7), 6:4, 12:13 (3:7) als Verlierer vom Platz. Und das, obwohl er am Ende mit 218 zu 204 deutlich mehr Punkte gewonnen hat als Djokovic, der zum fünften Mal nach 2011, 2014, 2015 und 2018 in Wimbledon triumphiert. Für Djokovic ist es bereits der 16.........

© Luzerner Zeitung