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Doch noch ein Parlament für Ebikon? Zeitpunkt für Wechsel ist ungünstig

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14.04.2019

Eines muss man der Ebikoner CVP lassen: Diese Überraschung ist ihr gelungen. Noch 2014 wehrte sich die wähler- und einflussreichste Partei des Dorfes als Einzige gegen die Einführung eines Parlaments – mit Erfolg. Fast 70 Prozent sagten an der Urne Nein. Und nun also findet die CVP, man müsse nochmals über ein Parlament diskutieren (wir berichteten). Gut, die Welt hat sich weitergedreht. Politik ist komplexer geworden, auch auf kommunaler Ebene. Entscheidender wohl: Heute agiert ein anderer Parteivorstand. Einer der einsieht, dass es mit dem aktuellen Kommissionsmodell kaum weitergehen kann.

Klar, nachdem die Ebikoner Bevölkerung so wuchtig Nein zum Parlament sagte, musste eine andere Lösung her. Eine, die für eine Gemeinde mit 14 000 Einwohnern praktikabel ist. Zurück zur abgeschafften Gemeindeversammlung war keine Option. Denn an dieser hatte zuletzt bloss noch ein Bruchteil der fast 9000 Stimmberechtigten über wichtige Sachgeschäfte befunden wie etwa die Rechnung mit einem Etat von immerhin 80 Millionen Franken. Nur: Wie den verloren gegangenen Dialog zwischen Bevölkerung und Gemeinderat reaktivieren? Eine Spezialkommission erarbeitete also dieses schweizweit einmalige Kommissionsmodell. «Mehr demokratische........

© Luzerner Zeitung