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Die tägliche Pille als Vorbild für das Doping des Freizeitsportlers

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16.07.2019

Ecstasy für die nächste Party, Beta-Blocker vor der wichtigen Uni-Prüfung, Antidepressiva gegen die schlechte Stimmung und Botox zur Glättung der ersten Falten – Medikamente gehören in unsere auf Perfektion getrimmte Leistungsgesellschaft wie der notorische Blick aufs Handy. Wir wachsen mit der Pille für jede Gelegenheit auf. Krankheiten werden mit Chemie abgewürgt, die körperliche Energie mit Aufputschmitteln gesteigert. Die grosse Doping-Razzia von letzter Woche ist nicht mehr als ein Spiegelbild unseres Lebensstils.

3,8 Millionen unerlaubte Medikamente, 24 Tonnen Steroidpulver und neun illegale Dopinglabore haben die Ermittler aus 33 Ländern in einer gemeinsamen Aktion sichergestellt. 17 kriminelle Gruppen in ganz Europa wurden im Zuge der «Operation Viribus» zerschlagen, 234 Personen festgenommen. Beeindruckende Zahlen eines in der Geschichte des Freizeitsports einmaligen Polizeieinsatzes.

Der Handel mit illegalen Substanzen ist ein boomender Markt, dies........

© Luzerner Zeitung