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Saabs Poker ging nicht auf

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14.06.2019

Dass es eng würde für den Gripen, war immer klar. 2017 gab der schwedische Saab-Konzern bekannt, dass er in der neuen Schweizer Kampfjet-Ausmarchung dabei sein wolle. «Die Schweiz ist und bleibt ein Schlüsselmarkt für Saab. Wir sind bereit, zu offerieren», sagte der Chef von Saab Schweiz, Rustan Nicander, damals. Dabei war der Gripen E, den das Schweizer Volk 2014 abgelehnt hatte, noch immer nicht fertig entwickelt. Aber Saab gab sich zuversichtlich, rechtzeitig bereit zu sein: «Das Gripen-E-Programm ist auf Kurs und die Produktion läuft.» Nicander sagte: «Wir sind zuversichtlich, den Gripen E innerhalb des neuen Schweizer Zeitplans zu liefern, sofern die Schweiz sich dafür entscheidet.»

Seit gestern ist klar: Die Zeit reichte nicht, der Gripen ist aus dem Rennen. Armasuisse, der Rüstungsarm des Verteidigungsdepartements (VBS) unter der neuen Bundesrätin Viola Amherd (CVP), hat den Schweden klargemacht, dass eine Bewerbung aussichtslos wäre. «Mehrere der vorgesehenen Missionen könnten nicht zielführend........

© Luzerner Zeitung