Münchner Sicherheitskonferenz: Nach Marco Rubios Rede wiegt sich Europa einmal mehr in falscher Sicherheit
Münchner Sicherheitskonferenz: Nach Marco Rubios Rede wiegt sich Europa einmal mehr in falscher Sicherheit
Von Hansjörg Friedrich Müller, Berlin
Hart in der Sache, sanft im Ton, so könnte man die Ansprache zusammenfassen, die der amerikanische Aussenminister auf der Münchner Sicherheitskonferenz gehalten hat. Überraschender als seine Rede ist deren Aufnahme durch die Zuhörer.
Lob für Mozart und Shakespeare, aber auch für Kolumbus: Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Wie sehr Donald Trump und seine Regierung die Europäer eingeschüchtert haben, zeigte sich am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Von einem «erleichterten Seufzen», das durch die Reihen gegangen sei, sprach der MSC-Vorsitzende Wolfgang Ischinger, nachdem der amerikanische Aussenminister Marco Rubio seine Rede beendet hatte. Vor einem Jahr hatte Vizepräsident J. D. Vance am selben Ort fast schon eine Kampfansage an die Europäer formuliert; nun schienen die Zuhörer beruhigt zu sein.
Es war eine Art sozialverträglicher Trumpismus, den Rubio formulierte: freundlich im Ton, aber hart in der Sache.
Gelegentlich wirkte seine Rede, als sei er dabei, Abschied zu nehmen: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hätten Europäer und Amerikaner ein........
