UnArtiges

Bald ist wieder die Art in Basel – eine grosse Kunstmesse in einer der Kunst sehr zugewandten Stadt. Das ist auch eine Gelegenheit, wieder einmal auf eher Unartiges in der Kunstszene zu blicken.

Ein Werk von Francis Bacon, das 2020 vom Auktionshaus Sotheby's verkauft – und vom Sotheby's-Besitzer gekauft wurde.

Um es vorwegzunehmen: Schön gibt es die Art Basel. Dass Kunstmessen, dass Kunstausstellungen und Galerien, dass insbesondere Museen eine Bereicherung und Freude darstellen – das alles ist für mich überhaupt keine Frage. Ich muss dafür allerdings nicht dorthin rennen, wo alle hinwollen und sich vor allem die Smartphones vor die Augen bzw. vors Gesicht halten.

Ich habe vor ein paar Wochen (endlich) das Soulages-Museum in Rodez (F) besucht – das Gebäude allein ist ein grossartiger architektonischer Traum und die Werke von Pierre Soulages – was für ein Erlebnis. Und wenig Menschen – genau das, was es für eine ruhige Bildbetrachtung braucht. Dieses Blockbuster-Getue (gemäss KI: Eine Blockbuster-Ausstellung ist eine gross angelegte, publikumswirksame Kunst- oder Themenausstellung, die durch intensives Marketing hohe Besucherzahlen anlockt) stösst mich ab.

Dass Jeffrey Epsteins wichtigste (bekannte) Einnahmequelle die Arbeit als Fixer für den sehr reichen Kunstsammler Leon Black war, ist nun allgemein bekannt. Allerdings scheint dies niemanden gross zu stören: Werke aus der Sammlung Leon Black werden als Leihgaben in renommiertesten Museen ausgestellt – ungeachtet der engsten Verbindung Black-Epstein. Das nenne ich........

© Luzerner Zeitung