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Vorkaufsrecht für die Stadt Luzern: Massnahme für bezahlbare Mieten oder kontraproduktiv?

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04.06.2026

Vorkaufsrecht für die Stadt Luzern: Massnahme für bezahlbare Mieten oder kontraproduktiv?

Soll die Stadt Luzern ein Vorkaufsrecht für Liegenschaften erhalten? Darüber stimmt die Bevölkerung am 14. Juni. So argumentiert die Pro- und die Contra-Seite.

•Pro: Daniel Gähwiler (SP)

•Contra: Anna-Sophia Spieler (FDP)

Pro: Daniel Gähwiler (SP)

Daniel Gähwiler, SP-Grossstadtrat und Co-Geschäftsleiter des Mieterinnen- und Mieterverbands Luzern.

Während Jahren lag das Mietniveau in der Stadt Luzern ziemlich konstant. Eine 4-Zimmer-Wohnung kostete um die 1700 Franken Miete pro Monat, eine 3-Zimmer-Wohnung rund 1500 Franken.

Wer heute eine neue Wohnung suchen muss, kann von solchen Zahlen nur träumen. Gemäss Informationen des Stadtrats wird heute für eine 4-Zimmer-Wohnung im Schnitt 2800 Franken Miete pro Monat verlangt, für eine 3-Zimmer mehr als 2200 Franken. Inzwischen sind die Mieten so hoch, dass jede vierte Familie, drei von vier Alleinerziehenden und drei von vier Pensionierten sich einen Umzug in Luzern nicht mehr leisten können.

Ein gewichtiger Grund für die immer höheren Mietpreise ist die Bodenspekulation. Die Aussicht auf eine gute Rendite lockt immer mehr Akteure an, die fast jeden Preis zahlen. In der Immobiliensprache heisst das dann «Knappheitsprämie»: Wenn........

© Luzerner Zeitung