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Bildschirmzeit und die Sorge der Eltern

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29.08.2026

Bildschirmzeit und die Sorge der Eltern

Bildschirmzeit begrenzen reicht nicht. Solange Plattformen süchtig machen, bleiben Eltern mit dem Jugendschutz allein.

Aus purer Langeweile öffne ich die App und scrolle durch Beiträge. Und schwupps habe ich an meinem freien Morgen eine halbe Stunde verbraten. Ich ärgere mich darüber. Ich weiss es ja. All die Katzenvideos, die Trump-Aussetzer und die absurden Kochrezepte folgen einem Algorithmus, der mich am Bildschirm gefangen hält.

Dass ich meine Zeit mit diesem Quatsch vertrödele, muss ich mir selbst zuschreiben. Zumindest in grossen Teilen. Denn wir wissen es alle: Das leichtfertige Scrollen hat seine Unschuld längst verloren. Es tun sich Abgründe auf.

Vor einer Woche warnten Bundesrat Beat Jans und die Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr vor der Radikalisierung von Jugendlichen. Wie schnell eine einfache Frage nach einem Trainingsplan für ein Sixpack auf Social Media in extremistische Inhalte umschlagen kann, dokumentiert eine Recherche von SRF eindrücklich .

Nach 20 Minuten Scrollen durch verschiedene Videos kommt das Fakeprofil eines 15-Jährigen zu einem Kipppunkt: Nebst Selbstoptimierung geht es um Abwertung von verweichlichten Männern und von Frauen allgemein. Der Sog der Manosphere setzt genau hier an und zieht immer mehr männliche Jugendliche in den Bann. Frauenhass........

© Luzerner Zeitung