Unser Gesundheitswesen braucht endlich Strukturreformen statt kosmetischer Eingriffe

Unser Gesundheitswesen braucht endlich Strukturreformen statt kosmetischer Eingriffe

Von Thomas J. Grichting

«Die Schweiz leistet sich eine Vielzahl von Spital-Standorten, die bei Weitem nicht alle medizinisch und ökonomisch sinnvoll sind», schreibt Thomas J. Grichting von der Groupe Mutuel.

Ärzte bei einer Operation.

Die Gesundheitskosten steigen seit Jahren rapide. Die Politik versucht mit Kostendämpfungspaketen und Runden Tischen die Problematik anzugehen, doch die entscheidenden Hebel bleiben grösstenteils unberührt. Wer die Prämien und Steuermittel, die ins Gesundheitswesen fliessen, langfristig stabil halten will, muss die strukturellen Fehlanreize an der Wurzel packen.

Die Spitallandschaft ist das sichtbarste Beispiel. Die Schweiz leistet sich eine Vielzahl von Spital-Standorten (fast 600), die bei Weitem nicht alle medizinisch und ökonomisch sinnvoll sind. Auch die Qualität leidet, da viele Häuser namentlich die Mindestfallzahlen für Eingriffe nicht annähernd erreichen. Eine echte Versorgungsplanung sollte sich nicht an kantonalen Grenzen aufhalten, sondern das tatsächliche Verhalten der Patienten mitberücksichtigen.

Eine neue Studie der........

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