Die medizinische Grundversorgung zwischen Paragrafenreiterei und Pragmatismus |
Die medizinische Grundversorgung zwischen Paragrafenreiterei und Pragmatismus
Von Patrick Iten, Kantonsrat Die Mitte, Oberägeri
Im Kanton Zug gilt die medizinische Grundversorgung als gesichert. Im Ägerital erleben viele das Gegenteil. Mitte-Kantonsrat Patrick Iten fordert deshalb pragmatische Lösungen.
Die hausärztliche Grundversorgung im Ägerital und in den Berggemeinden des Kantons Zug beschäftigt die Bevölkerung und auch die Politik zu Recht. Wenn eine Gemeinde verunsichert ist, geht es nicht um Statistik, sondern um Alltag: Wer betreut ältere Menschen? Wer ist erreichbar, wenn Kinder krank werden oder es dringend ist?
Der Fall in Oberägeri hat diese Diskussion ausgelöst und zeigt ein Spannungsfeld zwischen rechtlichem Rahmen und gelebter Realität . Der Kanton legt nachvollziehbar dar, weshalb eine Ärztin zwar rasch eine Berufsausübungsbewilligung erhält, für die Abrechnung über die obligatorische Krankenpflegeversicherung aber eine zusätzliche Zulassung benötigt. Diese ist an höhere Anforderungen geknüpft, insbesondere an die Pflicht, drei Jahre an einer anerkannten Schweizer........