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Gorillas Unlimited

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23.09.2021

Das Berliner Startup Gorillas sieht sich gerade mit einer Klagewelle konfrontiert. Bisher klagen 12 berliner Beschäftigte wegen illegaler Befristungen gegen das Unternehmen, viele hundert weitere sind betroffen. Nach einem ähnlichen Fall bei Lieferando entschloss sich das Unternehmen kurzerhand alle Beschäftigten zu entfristen. Gorillas geht jedoch auf Konfrontation.

Gerne inszeniert sich Gorillas als Gegenmodell zur „ Gig-Economy“, sie würden ihren Beschäftigten richtige Verträge geben und nicht nur illegal als Scheinselbstständige beschäftigen. Doch alle Verträge sind sachgrundlos befristet. Nach deutschem Arbeitsrecht müssen Startups wie Gorillas erst nach vier Jahren die Beschäftigten entfristen. Die Befristungen bringen der Belegschaft nicht nur viel ökonomische Unsicherheiten, sondern sind auch eine Hürde für Gewerkschaftsarbeit. „Für uns ist der Kampf nicht nur ein Kampf um jeden einzelnen, sondern auch, damit ein Betriebsrat wirklich funktionieren kann“, erklärt Rechtsanwalt Martin Bechert am Montag im Gespräch mit KGK, da der Wahlvorstand für den Betriebsrat zwar nicht gefeuert werden darf, deren Verträge aber auch nicht verlängert werden müssen.

Bechert vertritt in erst einmal nur 12 Verfahren Beschäftigte des 10 Minuten Online-Lieferdienstes Gorillas, die eine Entfristung ihrer Arbeitsverträge bewirken wollen. Dabei nutzen sie einen........

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