Venezuela nach Maduros Entführung: Interview mit venezolanischen Sozialisten |
Nach der Entführung des Präsidenten gab es in Venezuela keine großen Mobilisierungen, weder gegen den imperialistischen Angriff, noch um ihn zu feiern. Wir haben mit Milton D’León, einem sozialistischen Arbeiter aus Caracas und Mitglied unserer Schwesterorganisation LTS gesprochen.
Am Samstag hat das US-Militär Nicolás Maduro entführt. Wie ist die Stimmung derzeit in Caracas? Gibt es antiimperialistische Proteste? Wird Trump gefeiert?
Seit dem imperialistischen Angriff gab es in Caracas keine großen Straßendemonstrationen. Heute, am Sonntag, ist die Stadt menschenleer. Gestern, als die Entführung stattfand, gab es öffentliche Demonstrationen, zu denen die Regierung aufgerufen hatte, aber nur sehr wenige Menschen kamen. In Venezuela selbst gibt es auch keine Pro-Trump-Feiern, vor allem weil dort der „außerordentliche Zustand“ gilt, eine Art Ausnahmezustand, der bedeutet, dass jede Aktion, die den imperialistischen Angriff feiert, unterdrückt werden könnte. Die Menschen haben sich größtenteils entschieden, den Straßen fernzubleiben.
In den sozialen Medien sagen proimperialistische Kräfte, dass wir auf die Venezolaner:innen hören sollten. Was sagen die Venezolaner:innen?
Es ist wichtig zu beachten, dass die Regierung von Maduro sehr autoritär ist und nicht viel Unterstützung hat. Deshalb gab es keine spontanen großen........