Korruption bei der AfD: 7.725 Euro monatlich für den Papa

Korruption bei der AfD: 7.725 Euro monatlich für den Papa

Ein Skandal um Vetternwirtschaft hat die AfD erfasst: Vielfach wurden Verwandte bei befreundeten Abgeordneten in gut bezahlte Posten gesetzt, vor allem aus der Fraktion in Sachsen-Anhalt. Bis zur Hälfte der Bundestagsfraktion könnte verwickelt sein.

40 Prozent erhält die AfD Sachsen-Anhalts in einigen Umfragen – zu den Wahlen im September hofft sie auf eine Alleinregierung. Ihr Spitzenkandidat betreibt dafür einen der größten politischen TikTok-Accounts Deutschlands. Über 600.000 Menschen folgen Ulrich Siegmund. Glühweintrinken auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt, motivierende Ansprachen, dem politischen Gegner Fake News unterstellen. 

Eine Anfrage des ZDF über die Anstellung von Familienmitgliedern beantwortete er auf seinem Kanal folgendermaßen: „Wir werden mal wieder angegriffen, dieses Mal auf einem Level, das so perfide ist, weil es ins Private geht. (…) Man möchte eine neue Sau durchs Dorf treiben. Man möchte hier fragen nach Familienmitgliedern von Abgeordneten von Parteifreunden (…). Der Grund, warum es überhaupt kein Problem ist, Familienmitglieder einzustellen, ist, weil Vertrauen das Entscheidende ist.“

Systematische Vetternwirtschaft

Vertrauensvolle Bande unterhält Ulrich Siegmund offenbar zum Bundestagsabgeordneten Thomas Korell, in dessen Büro sich Siegmunds Vater für einen lukrativen Job qualifiziert hat. 7.725 Euro erhält er aus Steuergeldern. Illegal ist das nicht, verboten wäre lediglich eine direkte Anstellung. Gängige Praxis bei der AfD scheint aber zu sein, dass Familienmitglieder aus Landtagsfraktionen bei Bundestagskolleg:innen unterkommen und anders herum. 

Die Süddeutsche Zeitung berichtet in Berufung auf AfD-Quellen, dass die Hälfte der Bundestagsfraktion in solche........

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