Dortmund: Vom 1. Mai zum Schulstreik

Dortmund: Vom 1. Mai zum Schulstreik

Grünen-Chef Banaszak spricht auf der DGB-Demo zum 1. Mai in Dortmund und wir beschäftigen uns mit der Frage, warum wir als Studierende und Arbeiter:innen am 8. Mai auf die Straße gehen müssen.

Der 1. Mai steht historisch für den Kampftag der Arbeiter:innenbewegung, an dem zum einen die Siege der Arbeiter:innenklasse, wie der 8-Stundentag, gefeiert und zum anderen auf aktuelle Kämpfe hingewiesen wird. Auch dieses Jahr fanden wieder in ganz Deutschland Veranstaltungen und Demonstrationen statt, an denen sich bundesweit hunderttausende Menschen beteiligten.

Zwischen gewerkschaftlichem Erbe und bürgerlicher Vereinnahmung

In dieser Tradition waren wir dieses Jahr unter anderem auch in Dortmund auf der Straße. Mit rund dreitausend Gewerkschafter:innen zogen wir bei bestem Wetter durch Dortmund, um schließlich im Westfalenpark beim Ständefest des DGB anzukommen. Ein Großteil der Demo war durch bürgerliche Parolen, Parteifahnen oder die Präsenz der Polizeigewerkschaft geprägt. Den zweifelhaften Höhepunkt der Start-Kundgebung setzte die Rede des Grünen-Vorsitzenden Felix Banaszak. Nachdem dieser zuletzt öffentlich das rechts-konservativ geprägte Narrativ der verwahrlosten Städte aufgriff, ohne auf soziale Missstände und Ursachen zu verweisen, die seine Partei in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich mitzuverantworten hatte, für die Stärkung von Polizei und Nachrichtendiensten plädierte und einen Angriff auf........

© Klasse Gegen Klasse