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STIKO setzt queerfeindliches Narrativ fort

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10.06.2022

Die STIKO sprach gestern eine Impfempfehlung gegen Affenpocken aus. Dabei werden in der Risikogruppe homosexuelle Männer mit wechselnden Sexpartner:innen eingeordnet. In diesem Kommentar wird auf das dahinterstehende queerfeindliche Narrativ eingegangen und über weitergehende Aspekte der sexuellen Gesundheit und Verhütung diskutiert.

Gestern veröffentlichte die STIKO eine Impfempfehlung für eine Impfung gegen Affenpocken für Risikogruppen. Folgende Menschen werden demnach als Risikogruppen eingeordnet: Laborpersonal, das mit infektiösen Proben zu tun hat, und generalisiert alle homosexuellen Männer, die wechselnde Sexpartner:innen haben, in ganz Deutschland.

Jetzt, nach über zwei Jahren Coronapandemie ist die Angst vor einer neuen Pandemie natürlich groß, auch deswegen, weil wir gesehen haben, dass das kapitalistische System, in dem wir leben, Profite über unsere Leben stellt. Es ließ uns in dieser Zeit arbeiten, während massiv das Privatleben eingeschränkt wurde und machte mit lebensrettenden Impfstoffen Milliarden, obwohl dadurch Menschen sterben. Und bis heute sind die Patente auf die Impfstoffe geschlossen.

Schon die ersten medialen Berichterstattungen über Affenpocken fielen durch Rassismus auf. Es wurden fast ausschließlich Körper von PoC in Titelbildern gezeigt. Neben der rassistischen Stigmatisierung, die wir ja auch beim Aufkommen der Coronapandemie erlebt haben, bringt die Empfehlung der STIKO jetzt eine weitere Stigmatisierung, eine queerfeindliche mit sich.

Ja, Affenpocken können bei nahem körperlichen Kontakt, wie sexuellen Handlungen, übertragen werden. Aber, und das sollten wir aus........

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