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Argentinien: Indigener sozialistischer Müllarbeiter will ins Parlament

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21.09.2021

Alejandro Vilca, Arbeiter der kommunalen Müllabfuhr, erhielt bei den Vorwahlen zum argentinischen Abgeordnetenhaus 24 Prozent in der Provinz Jujuy. Im November kandidiert er nun für die Front der Linken und Arbeiter:innen (FIT). Er ist Mitglied unserer Schwesterorganisation PTS.

Die erbrachten Stimmen für Alejandro Vilca machten die Front der Linken und Arbeiter:innen (FIT) zur drittstärksten Kraft in der Provinz Jujuy, im Norden Argentiniens. Mit 24 Prozent erreichten sie ein historisches Wahlergebnis. Wenn diese Ergebnisse im November beibehalten werden, könnte Vilca einen Sitz im nationalen Abgeordnetenhaus erhalten.

Die Arbeiter:innen der Provinz Jujuy wurden nicht nur durch die von Alejandro Vilca während der Kampagne vorgebrachten Ideen vertreten, sondern auch durch seine eigene Lebensgeschichte, die der zahlreicher Arbeiter:innen in der Provinz ähnelt.

Alejandro gehört den Kolla an, einem indigenen Volk in Südamerika, wie ein Großteil der Bevölkerung in seiner Provinz und er wurde im Schoß einer einfachen Familie geboren, gemeinsam mit vier weiteren Geschwistern. Sie wurden alle von seiner Mutter erzogen, die Hausangestellte und Arbeiterin war, die in einem privaten Spital in der Stadt Salvador de Jujuy, der Hauptstadt der Provinz arbeitete.

Er verbrachte seine Schulzeit im unruhigen Jujuy der frühen 90er Jahre, indem der Kampf der Staatsbediensteten im Mittelpunkt stand.
Nachdem er die weiterführende Schule beendet hatte, erreichte er mit enormster Anstrengung, dass er Architektur in der Provinz von San Juan studieren konnte. Dort nahm er an den Kampf gegen die Bildungsreformen der Regierung von Menem teil, zu diesem Zeitpunkt näherte er sich der “En Clave Roja” an, einer studentischen Gruppierung der PTS.

Alejandro war bereits Aktivist in der PTS........

© Klasse Gegen Klasse


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