Bilder gegen das Vergessen: Die Palestinale in München

Bilder gegen das Vergessen: Die Palestinale in München

Ein Filmfestival, das nicht vorgibt, neutral zu sein. Die Organisator:innen der Palestinale erzählen, wie sie trotz Diffamierung und politischem Druck einen Raum für palästinensische Stimmen in München geschaffen haben.

Vom 26. bis 29. März 2026 fand im Neuen Maxim Kino und im Import Export die erste Palestinale in München statt – ein Filmfestival, das aus einer Initiative von Aktivist:innen und Filmschaffenden aus Palästina und in Solidarität mit Palästina entstanden ist. Ihr Ziel ist es, den palästinensischen Widerstand in allen seinen Formen in den Münchner Kinos zu zeigen und Perspektiven aus der Palästinabewegung einen Raum zu geben, die in München konsequent unterdrückt werden. Wie nahezu alle palästinasolidarischen Veranstaltungen in der Stadt wurde auch die Palestinale im Vorfeld diffamiert und unter Druck gesetzt. Die Organisator:innen entschieden sich dennoch, das Festival durchzuführen. Wir haben mit ihnen über die Entstehung des Projekts, das politische Klima in München und die Rolle von Kunst im Kontext von Befreiungskämpfen gesprochen.

Was ist die Palestinale und warum habt ihr sie ins Leben gerufen?

Die Palestinale ist ein Filmfestival in München, das sich dezidiert palästinensischen Perspektiven widmet – künstlerisch, politisch und historisch. Im Zentrum stehen Filme von palästinensischen Filmschaffenden oder Arbeiten, die sich solidarisch mit der palästinensischen Befreiungsbewegung auseinandersetzen. Wir haben die Palestinale ins Leben gerufen, weil wir eine massive Leerstelle gesehen haben: Palästinensische Stimmen sind im deutschen Kulturbetrieb systematisch marginalisiert, oft verzerrt oder – wenn überhaupt – nur unter bestimmten politischen Bedingungen sichtbar. Gleichzeitig erleben wir eine enorme Repression gegenüber palästinasolidarischen Positionen.

Die Palestinale versteht sich deshalb als Raum, in dem diese Stimmen selbstbestimmt sprechen können – jenseits von Zensur, Delegitimierung oder instrumentalisierender Vereinnahmung. Wir möchten neben den „großen Palästinensischen Filmtagen MUC“ auch regelmäßig Kinoveranstaltungen im Laufe eines Jahres veranstalten und gemeinsame Räume des Austausches schaffen.

Auch in der Filmindustrie gab es zuletzt hitzige Debatten rund um Palästina. Auf der Berlinale wurden mehrfach palästinensische oder palästinasolidarische........

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