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Wie die 30-Stundenwoche unser Klima und unsere Gesundheit rettet

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25.09.2021

Die 40-Stundenwoche ist in den meisten Branchen die Regelarbeitszeit, trotz gewaltiger technologischer Fortschritte. Andere Beschäftigte sind hingegen arbeitslos oder gezwungen, befristet oder in Teilzeit zu arbeiten. Wir brauchen die Aufteilung der Arbeit auf alle Schultern: 30 Stunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich.

Die Kolleg:innen der Berliner Krankenhausbewegung streiken momentan für ein Tarifvertrag Entlastung. Zentrale Forderungen sind ein Belastungsausgleich in Form von freien Tagen, aber auch der Kampf für mehr Personal. Denn die Überlastung der Pfleger:innen gefährdet die Gesundheit der Beschäftigten und letztlich auch die der Patient:innen, wenn diese nicht mehr versorgt werden können. Fast die Hälfte aller Kolleg:innen in Krankenhäusern in Deutschland arbeitet schon nicht mehr Vollzeit. Ohne Lohnausgleich. Kolleg:innen befürchten selbst, dass sich das Problem noch verschärft, weil viele Pfleger:innen den Job nicht mehr aushalten und vielleicht sogar ganz aufhören.

Die Pandemie hat den Stachel noch tiefer in die Wunde getrieben. Um die Überbelastung der Kolleg:innen zu beenden, brauchen wir deshalb schon heute sofortige und grundlegende Maßnahmen. Die Forderungen der Streikenden der Krankenhausbewegung sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Dennoch muss diese Bewegung verbunden werden mit der politischen Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung für alle bei vollem Lohnausgleich.

Die Durchsetzung von Forderungen nach mehr Personal kann nur gehen, wenn der Pflegeberuf überhaupt wieder attraktiver wird für junge Menschen. Die Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Stunden die Woche für alle ohne Ausnahmen bei vollem Lohnausgleich ist........

© Klasse Gegen Klasse


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