100 Prozent Streikgeld: Ein unausweichlicher Druck auf den Berliner Senat

100 Prozent Streikgeld: Ein unausweichlicher Druck auf den Berliner Senat

Die Streikenden der Vivantes-Töchter bekommen nun 100 Prozent Streikgeld. Dadurch können mehr Kolleg:innen in den Streik treten, ohne sich Sorgen um finanzielle Probleme zu machen. 

Für Beschäftigte bedeutet Streik oft zeitweisen Lohnverlust. Gerade bei einem unbefristeten Streik kann das reguläre Streikgeld, das nur 60 bis 70 Prozent des Lohns abdeckt, für schwere Zeiten sorgen. Umso wichtiger ist die Entscheidung von ver.di, dass den Streikenden bei den Vivantes-Töchtern nun ab dem 11. individuellen Streiktag 100 Prozent Streikgeld zu zahlen. Damit müssen die Streikenden nicht mehr auf einen Teil ihres Lohns – der ohnehin sehr niedrig ist – verzichten und können umso kraftvoller streiken.

Das ist ein enormer Fortschritt für den Kampf der Vivantes-Töchter. Es ist einer der stärksten Anreize, dass nun der Großteil der Belegschaft in den Streik rausgehen könnte, um damit einen noch größeren Druck auf die Arbeitgeber und den Berliner Senat aufzubauen. Bereits jetzt sieht sich Kai Wegner, CDU-Politiker und Bürgermeister Berlins, im Zugzwang und musste den Beschäftigten mehrmals Rede und Antwort stehen. Zuletzt bestätigte er die Wichtigkeit, dass die Vermögenswirksamen Betriebsleistungen (kurz VBL) dringend Teil einer........

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