Regionaler Machtpol

Als »muslimische NATO« bezeichnen einige Beobachter in sozialen Medien den am Freitag in der saudischen Hafenstadt Dschidda vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und dem pakistanischen Regierungschef Shehbaz Sharif unterzeichneten trilateralen Verteidigungspakt. Der sogenannte Mekka-Pakt legt fest, dass jeder bewaffnete Angriff auf einen der drei Staaten als ein Angriff auf sie alle betrachtet wird.

Pakistan und Saudi-Arabien hatten bereits im vergangenen Jahr ein Verteidigungsabkommen geschlossen, infolgedessen rund 8.000 pakistanische Soldaten in dem Golfstaat stationiert wurden. Durch die Erweiterung dieses Bündnisses um den NATO-Staat Türkei entsteht ein regionaler Machtblock sunnitisch-islamischer Staaten mit erheblichem militärischem Gewicht. Die Türkei nimmt nicht nur eine geopolitische Schlüsselposition ein, das Land verfügt zudem über die zweitgrößte Armee der NATO und hat sich zu einem bedeutenden........

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