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Ins Nichts

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22.04.2026

Eine Stadt spricht – durch die Namen ihrer Straßen und Plätze, durch Tafeln, auf denen sie Vergangenes erinnert, durch die Bauten, die sie abreißt oder stehenlässt. Jene Straße, in der die Redaktion dieser Zeitung sitzt, hieß einmal nach Wilhelm Pieck. Umbenannt wurde sie 1994. Im selben Berlin gibt es bis heute einen Hindenburgdamm, einen Hohenzollerndamm, eine Manteuffelstraße, und es ist nur wenige Monate her, dass die Treitschkestraße in Steglitz nach langer Bemühung umbenannt wurde. Kaiserreich und Kolonialismus, Weltkrieg, Rassismus und Antisemitismus lassen nach wie vor ihre Spuren stehen in Berlin, wo man sich als kosmopolitisch, polyglott und tolerant versteht.

Spurlos abhanden........

© Junge Welt