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Angstkampagne zieht

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16.06.2019

»Volkswagen wird die Entscheidung der Mehrheit respektieren«, sagte Werkleiter Frank Fischer nach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses über eine gewerkschaftliche Vertretung in der VW-Fabrik in Chattanooga, Tennessee. Das klang demokratisch. Doch das Verhalten des hierzulande als Vorzeigeunternehmen der Sozialpartnerschaft gepriesenen Konzerns vor und während der Wahl war das genaue Gegenteil. Wochenlang hatten VW-Manager und konservative Südstaatenpolitiker gegen die Gewerkschaft gehetzt. Sie drohten mit dem Entzug von Investitionen und dem Verlust von Arbeitsplätzen. Das hat gewirkt. Denkbar knapp sprachen sich die Beschäftigten mit 776 zu 883 Stimmen gegen die Gewerkschaft United........

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