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Hört euch zu!

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19.10.2019

Ich hatte stets Freude daran, Situationen und Probleme rational zu analysieren, die relevanten Fakten zu strukturieren, ihren inneren Zusammenhang offenzulegen und auf dieser Grundlage Vorschläge zu entwickeln, wie man ein Problem lösen beziehungsweise bestimmte Ziele erreichen kann. Mein primäres Interesse richtete sich dabei nicht auf die Naturwissenschaft und auch nicht darauf, wie man seinen persönlichen Vorteil fördert, sondern auf die Frage, wie man die Gesellschaft so organisiert, daß dem allgemeinen und dem individuellen Wohl am besten gedient ist.

Aus diesem Interesse heraus studierte ich Volkswirtschaft, und es war durchaus folgerichtig, daß ich Ministerialbeamter war und schließlich Politiker wurde. 39 Jahre lang konnte ich mich über viele Erfolge freuen. Widerstände gab es immer. Heftige Diskussionen und persönliche Angriffe hatte ich auch auszustehen. Aber über das Meinungsklima in der Gesellschaft dachte ich nur selten nach, und grundsätzliche Probleme mit der Meinungsfreiheit sah ich überhaupt nicht.

Mein 2010 erschienenes Buch „Deutschland schafft sich ab“ schrieb ich, weil mich am Ende meines Berufslebens Fragen bewegten, die ich als ungelöst empfand und die aus meiner Sicht in Politik und Gesellschaft sträflich vernachlässigt wurden. Meine Sorgen drehten sich um die geringen Geburtenzahlen der Leistungsträger und gebildeten Schichten in Deutschland und um die Folgen kulturfremder Masseneinwanderung.

Gefährlicher........

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