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Bloß nicht umdenken

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26.09.2021

Mindestens 180 Todesopfer hat die Flutkatastrophe vom Juli in Deutschland gefordert, dazu mehr als 700 Verletzte. Die Sachschäden werden auf etwa 30 Milliarden Euro geschätzt, zahllose Menschen verloren ihre Häuser und beruflichen Existenzgrundlagen. Dennoch ist das Thema erstaunlich schnell wieder aus den Medien verschwunden.

Die Politik reagierte wie üblich in solchen Fällen mit Geld und guten Worten. Man werde die Flutopfer nicht vergessen, sagte Kanzlerin Merkel. Bundespräsident Steinmeier sprach von einer „Tragödie“, die ihn fassungslos mache, und versprach Solidarität mit den Betroffenen. Von 200 Millionen Euro Soforthilfe war zunächst die Rede, die schnell und unbürokratisch ausgezahlt werden sollten. Inzwischen will man 16 Milliarden Wiederaufbauhilfe allein in diesem Jahr „in die Hand nehmen“. Es mehren sich inzwischen allerdings die Beschwerden aus dem Katastrophengebiet, daß das versprochene Geld zu spät, zu bürokratisch oder auch gar nicht ausgezahlt wurde.

Wo die riesigen Summen so plötzlich herkommen sollen, wird ohnehin kaum gefragt. Auch die politische Verantwortung für die Katastrophe spielt im laufenden Bundestagswahlkampf kaum eine Rolle. Gegen den CDU-Landrat von Ahrweiler ermittelt zwar der Staatsanwalt, und im Landtag von Rheinland-Pfalz soll ein Untersuchungsausschuß das Verhalten von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und ihrer grünen Umweltministerin Anne Spiegel durchleuchten. Bis dies greifbare Konsequenzen hat – wenn überhaupt –, dürfte jedoch noch viel Wasser........

© Junge Freiheit


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