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Das Problem heißt Claudia Roth

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23.06.2022

Dieser Eklat kam mit Ansage: Schon vor Monaten war im Feuilleton die Rede von einem Antisemitismus-Problem bei der Documenta in Kassel gewesen. Bereits im Januar machte das „Bündnis gegen Antisemitismus Kassel“ Hintergründe zu Teilnehmern der international bedeutsamen Kunstausstellung in Nordhessen publik, die am vergangenen Wochenende eröffnet wurde.

Seitdem war bekannt, daß es selbst in den höchsten Kreisen der diesjährigen Documenta feindselige Haltungen gegenüber Israel und Antisemitismus gibt. Gleich mehrere Vertreter des indonesischen Künstlerkollektivs „Ruangrupa“ unterzeichneten erst im vergangenen Jahr mit Blick auf Israel einen „Brief gegen Apartheid“.

In dem Schriftstück wird das Land als „Kolonialmacht“ bezeichnet, die angeblich eine „ethnische Säuberung“ und „Massaker“ in Gaza begehe. Eine Dämonisierung und ein Doppelstandard, der der Realität im Nahen Osten in keiner Weise standhält. „Ruangrupa“ ist kein Randelement der diesjährigen Documenta, sondern kuratiert diese.

Insofern hätte der zutage tretende Antisemitismus, der am Montag Empörung auslöste, eigentlich nicht überraschen dürfen. Allenfalls die explizite und krasse Form konnte da noch schockieren: Auf einem Wimmelbild in Form einer Riesenleinwand, ebenfalls von einer indonesischen Gruppe verantwortet, hatten Beobachter ein Wesen mit Schweinsnase entdeckt, das ein Halstuch mit Davidstern und einen Helm mit der........

© Junge Freiheit


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