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Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

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07.04.2026

07. April 2026 – 20. Nissan 5786

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Netflix-Dokumentation

Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

Man kann ohne weiteres behaupten, dass die Rockwelt ohne Hillel Slovak weniger bunt wäre. Eine Streaming-Doku hat dem in Israel geborenen ersten Gitarristen der Chili Peppers ein Denkmal gesetzt

Der Red-Hot-Chili-Pepper Bassist Flea weint, als er von Hillel Slovak spricht. Seine Frau habe ihn gewarnt, »fang nicht wieder an zu heulen, sei nicht so emotional«, habe sie gesagt. Doch er kann er nicht anders.

»Er war mein Bruder«, wird Flea sich immer wieder zwischen Tränen und Glück erklären. Die Netflix-Dokumentation »The Rise Of The Red Hot Chili Peppers: Our Brother, Hillel« erzählt von der Werdung einer der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten und einem Mann, den heute kaum noch jemand kennt, aber ohne den es die Rocker möglicherweise gar nicht gäbe.In seinem viel zu kurzen Leben hat Hillel Slovak dafür gesorgt, dass Flea Bassist wurde und dass Anthony Kiedis sich in einem warmen Zuhause ausruhen konnte, er hat Bands gegründet und verlassen, und die Musik vorangetrieben, von der er immer genau wusste, wie sie klingen sollte. Mit seinem einzigartigen Gitarrensound hat Slovak einen eigenen Stil geprägt, der die Band bis heute weiterträgt. Jahrzehnte über seinen Tod hinaus.

»Juden springen nicht«

Bis heute besucht Flea regelmäßig Slovaks Grab auf dem Mount Sinai Memorial Park Cemetery in den Hollywood Hills, so tief fühle er den Dank und die kosmische Verbindung des Sounds, die er mit ihm geteilt habe.

Das Dreiergespann hatte in der Schulzeit zusammengefunden. Wenn man aus so dysfunktionalen Familien stammt wie Flea und Kiedis, kann Freundschaft zum Substitut werden. Slovak wusste die überdrehten Jungs zu nehmen, sie zogen in den 70ern zusammen durch Los Angeles, machten mal mehr mal und mal weniger gefährlichen Unsinn und bestanden Mutproben gegen das öde Leben, dem sie unbedingt entkommen wollten.

Nur Slovak setzte manchmal Grenzen. Flea berichtet lachend davon, wie er »Juden springen nicht!« gesagt habe, als Flea und Kiedis sich immer wieder von einer besonders hohen Brücke ins Wasser stürzten.

In Slovaks Zuhause wartete Mutter Esther, eine alleinerziehende Künstlerin, die den jungen Rebellen Wärme und Geborgenheit anbot, die diese zuweilen verwundert annahmen. Auch Slovak zeichnete und malte. Mit diesen........

© Juedische Allgemeine