Eine Milliarde für Schulen ohne Kernfächer

Der Oberste Gerichtshof in Israel hat die Regierung scharf für den Transfer von einer Milliarde Schekel – umgerechnet rund 270 Millionen Euro – an ultraorthodoxe Schulnetzwerke kritisiert und die Maßnahme als »illegale Praxis« bezeichnet, die ohne ordnungsgemäße Genehmigung oder Aufsicht durchgeführt worden sei.

Die Anhörung des Gerichts fand inmitten eines umfassenderen und langjährigen Streits über die staatliche Finanzierung von Schulen statt, die die gesetzlich vorgeschriebenen Kernfächer nicht vollständig oder gar nicht unterrichten.

Die Petitionen gegen die Überweisung wurden von der Oppositionspartei Jesch Atid und der Organisation für Religionsfreiheit Hiddusch eingereicht. Sie argumentieren, dass der Finanzausschuss der Knesset die immense Summe genehmigte, obwohl es Beweise gab, dass viele der Empfängerschulen ihren gesetzlichen Verpflichtungen zum Unterrichten von Mathematik, Naturwissenschaften, Englisch und Staatsbürgerkunde nicht nachkommen. Laut den Petenten verstößt........

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