Ein Michelin-Stern für die Safta

31. Mai 2026 – 15. Siwan 5786

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Ein Michelin-Stern für die Safta

Tränen, Konfetti und ein Stück Geschichte: Das Restaurant »Mutra« des Israelis Raz Shabtai erhält als erstes koscheres Lokal weltweit die legendäre Auszeichnung

Als sein Name fällt, kann Raz Shabtai die Tränen nicht mehr zurückhalten. Goldenes Konfetti regnet von der Decke, Mitarbeiter fallen ihm jubelnd um den Hals. Sekunden zuvor hat der Guide Michelin verkündet, dass sein Restaurant »Mutra« in Miami mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wird – als erstes koscheres Restaurant überhaupt.

Für den israelischen Koch ist die Ehrung weit mehr als ein persönlicher Erfolg. »Es ist ein Moment der Freude, des Stolzes, der Erleichterung und der Bestätigung«, sagt Shabtai. »Es geht nicht nur darum, dass Mutra diesen Stern bekommen hat. Es geht darum, dass die gesamte jüdische Gemeinschaft diese Anerkennung erhält.«

Stern erstmals an ein koscheres Restaurant vergeben

Der Michelin-Stern gilt weltweit als eine der höchsten Auszeichnungen der Gastronomie. Dass er nun erstmals an ein koscheres Restaurant vergeben wird, hat für Shabtai eine besondere Symbolkraft. Viele Jahre lang habe die Vorstellung bestanden, dass die strengen Regeln der Kaschrut kulinarische Höchstleistungen einschränkten. Nun sei das Gegenteil bewiesen worden.

»Koscher zu leben ist für mich eine wunderschöne spirituelle Möglichkeit, mich mit Gott zu verbinden«, sagt er. »Und innerhalb dieser Grenzen außergewöhnliches Essen zu schaffen, das jeder genießen kann.«

Eröffnet hatte Shabtai sein Restaurant erst im Februar 2025. Den Namen »Mutra« wählte er zu Ehren seiner Großmutter, die in Jerusalem geboren wurde und ihn geprägt hat wie kaum ein anderer Mensch. Noch heute bilden ihre Rezepte, Aromen und Erinnerungen die Grundlage seiner Küche.

Chefkoch Raz Shabtai: »Die Geschmäcker, die ich auf den Tisch bringe, stammen aus........

© Juedische Allgemeine