Ehemalige Geisel sucht nach der Hölle die Liebe |
31. Mai 2026 – 15. Siwan 5786
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Ehemalige Geisel sucht nach der Hölle die Liebe
Nach 738 Tagen in der Gewalt der Hamas baut Eitan Horn sein Leben neu auf – und wünscht sich Frau und Familie
Eitan Horn strahlt. Sein Lieblingsverein Hapoel Beer Schewa hat gewonnen, und für einen Moment wirkt alles leicht. Er lacht, scherzt, redet mit der Begeisterung eines eingefleischten Fußballfans, der sich über einen Sieg freut. Der Schalk sitzt ihm dabei sichtbar im Nacken, als er in einem Interview im Fernsehstudio von Kanal 12 darüber erzählt.
Wer ihm zuhört, könnte fast vergessen, dass dieser Mann mehr als zwei Jahre seines Lebens in der Gewalt der Hamas in den Tunneln unterhalb Gazas verbracht hat. 738 schier endlose Tage lang war der heute 40-Jährige Geisel der Hamas.
Doch so sehr Horn die kleinen Freuden des Alltags genießt – sein Leben ist nicht mehr das von früher. »Es ist unmöglich, zu dem zurückzukehren, der ich einmal war«, sagt er. »Ich muss mir einfach ein anderes Leben aufbauen. Und das ist auch in Ordnung so.«
Es sind Sätze, die viel über die Realität ehemaliger Geiseln erzählen. Die Rückkehr nach Hause bedeutet nicht, dass mit dem Tag der Freilassung alles so wäre wie zuvor. Ganz im Gegenteil. Für Horn und alle anderen Freigelassenen begann danach ein neuer Kampf: der um Heilung, Stabilität und eine selbstbestimmte Zukunft.
Er wurde zusammen mit seinem Bruder Iair verschleppt
Als eine der Geiseln, die am 7. Oktober während der verheerenden Massaker der Hamas aus dem Kibbutz Nir Oz verschleppt wurden, erlebte Horn eine Zeit des Grauens, das kaum vorstellbar ist. Er wurde zusammen mit seinem Bruder Iair entführt, der allerdings vor ihm in Freiheit kam. Eitan blieb allein in den Terrortunneln zurück.
Heute der Alltag des Mannes aus Kfar Saba im Zentrum des Landes aus Dingen, die für andere........