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Rote Karte für Judenhasser

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02.06.2019

Es ist das erste richtige Sommerwochenende des Jahres und auf dem Kurfürstendamm in Berlin erschallt aus mehreren Lautsprechern israelische Popmusik. Überall sieht man Menschen mit israelischen Flaggen, nicht wenige von ihnen tragen eine Kippa. Doch trotz mediterraner Sonne und fröhlichen Hits steht an diesem Samstagnachmittag kein Party‐Event auf dem Programm – der Anlass ein äußerst ernster.

Denn wie jedes Jahr zum Ende des Fastenmonats Ramadan haben die Anhänger der Mullah‐Diktatur im Iran sowie der Hisbollah und der Hamas zum sogenannten Al‐Quds‐Marsch in der Hauptstadt mobilisiert. Ihre Forderung: Die »Befreiung« Jerusalems von den Zionisten, was nichts andere als eine verklausulierte Formel für die Zerstörung Israels ist. Genau deshalb hat sich ein breites Spektrum politischer und zivilgesellschaftlicher Gruppen eingefunden, um gegen dieses antisemitische Spektakel zu demonstrieren.

Islamisten, NPD, radikale Linke: Beim Al‐Quds‐Tag zeigt sich eine Querfront der besonderen Art.

PROTEST Den Anfang machte um 12 Uhr am U‐Bahnhof Wilmersdorfer Straße, wo sich von den Jusos, über die Grüne Jugend bis hin zu iranischen Oppositionellen wie Kazem Moussavi, antifaschistischen Initiativen sowie des LAK Shalom der Linksjugend ein buntes Bündnis überwiegend linker Gruppierungen zusammenfand. Knapp 400 Personen setzten sich in Bewegung, um sich schließlich am Adenauerplatz zu versammeln, wo auch der Al‐Quds‐Marsch seinen Anfang nehmen sollte.

Auf........

© Juedische Allgemeine