Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum
13. Oktober 2026 – 2. Cheschwan 5787
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Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum
Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«
13.10.2026 10:15 Uhr
Israel hat der Korrespondentin der »tageszeitung« (»taz«), Serena Bilanceri, ein Arbeitsvisum verweigert. Die israelische Regierung habe Bilanceri auch die Einreise versagt, teilte die »taz« auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. »Wir werten dies als erheblichen Eingriff in die Pressefreiheit. Die Regierung (des Ministerpräsidenten Benjamin) Netanjahu verlässt damit den Boden der demokratischen Rechtsstaatlichkeit.« Eine Begründung für die Entscheidung sei zunächst nicht genannt worden.
Mehrere israelische Medien berichteten über den Fall. Demnach soll es um Berichte und Kommentare der Journalistin über Siedlergewalt im Westjordanland und die Lage im Gazastreifen gehen, in denen sie Israel »Apartheid« vorgeworfen und Maßnahmen gegen das Land gefordert habe.
Die »Jerusalem Post« zitierte den Generaldirektor des Diaspora-Ministeriums, Avi Cohen Scali, mit den Worten: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen.« Zudem sagte er den Angaben nach: »Wir werden Aufrufe zum Boykott Israels unter dem Deckmantel des professionellen Journalismus nicht dulden.«
Die Chefredaktion der »taz« erklärte, Bilanceri habe an keiner Stelle zum Boykott des Staates Israel aufgerufen. »Es ist nicht........
