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Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

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02.10.2026

02. Oktober 2026 – 21. Tischri 5787

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Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

»Wir haben noch nicht zu 100 Prozent entschieden, wie wir vorgehen werden«, sagt Irlands Nationaltrainer Heimir Hallgrímsson wenige Tage vor dem nächsten Nations-League-Spiel gegen Israel. Wie er vorgehen möchte? Man möchte annehmen, ihm sei ein Unrecht geschehen und er behalte sich vor, wie er darauf reagieren will. Das Gegenteil ist der Fall. Seine Mannschaft hat jede Regel des Anstands gebrochen und den Begriff »Unsportlichkeit« mit neuer Bedeutung gefüllt.

Beim Nations-League-Spiel am 27. September im ungarischen Debrecen gegen Israel hatten die irischen Spieler auf den üblichen Handschlag verzichtet, keinen Wimpel ausgetauscht und während der israelischen Nationalhymne demonstrativ die Köpfe gesenkt. Torhüter Gavin Bazunu war aus politischen Gründen gar nicht erst mit angetreten. Innerhalb der Mannschaft wurde darüber abgestimmt, ob man überhaupt gegen Israel spielen solle. Eine Mehrheit entschied sich schließlich dafür.

Schon in den Wochen zuvor hatte sich die Debatte immer weiter zugespitzt. Eine von »Irish Sport for Palestine« organisierte Petition unter dem Titel »Stop The Game« gewann zunehmend Unterstützung. Vor der Partie erklärte David Courell, Geschäftsführer des irischen Fußballverbandes FAI, die Spieler wollten schwarze Armbinden »als Anerkennung für alle im Konflikt getöteten Menschen« tragen. Zuvor hatte die Mannschaft stundenlang darüber beraten und schließlich darüber abgestimmt, ob sie überhaupt gegen Israel antreten sollte. Eine »deutliche Mehrheit«, so Courell, sprach sich dafür aus, das Spiel stattfinden zu lassen. Zugleich kündigte Courell ausdrücklich an: »Außerdem wird es Elemente der Zeremonie vor dem Anpfiff geben, an denen die Republik Irland nicht teilnehmen wird.«

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