Die Militäroperation gegen das Mullah-Regime ist die Chance für den Nahen und Mittleren Osten |
31. März 2026 – 13. Nissan 5786
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Die Militäroperation gegen das Mullah-Regime ist die Chance für den Nahen und Mittleren Osten
Ein Gastbeitrag von Roderich Kiesewetter
Der Bundespräsident irrt, wenn er davon spricht, dass der Krieg gegen den Iran völkerrechtswidrig sei. Ein Regime, das den Terrorismus zur Staatsräson erhebt und durch seine Proxys faktisch permanent Krieg gegen die zivilisierte Welt führt, kann sich nicht hinter denselben Normen verstecken, die es mit Füßen tritt.
Die militärische Antwort der USA und Israels ist daher nicht als Aggression, sondern als notwendige, erweiterte Selbstverteidigung zu werten. Durch unsere Narrative »Wandel durch Handel« und dem naiven Glauben, allein mit Gesprächen zum Weltfrieden beizutragen, haben wir die Terrorregime in Teheran und Moskau gestärkt und stabilisiert.
Steinmeier war einer der Hauptarchitekten der »Wandel durch Handel«-Fehlstrategie. Die offene militärische Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika, dem Staat Israel und dem theokratischen Regime in Teheran entlarvt die traditionellen Paradigmen unserer bisherigen Außenpolitik als gefährlich und naiv.
Das starrsinnige Beharren auf überkommenen Dialogformaten mit einem klerikal-faschistischen Regime, das das Existenzrecht des Staates Israel negiert und den barbarischen Terror des 7. Oktober 2023 durch die Hamas logistisch wie ideologisch aktiv unterstützt hat, ist keine Diplomatie mehr, sondern eine strategische Kapitulation vor dem Terror.
Die chronische Weigerung, die sicherheitspolitischen Implikationen der iranischen Hegemonialbestrebungen in ihrer vollen Tragweite anzuerkennen, hat dazu geführt, dass Europa nun völlig unvorbereitet unmittelbar im Fadenkreuz iranischer Waffensysteme und klandestiner Operationen steht. Die bequeme Annahme, der Iran sei im Kern eine rein regionale Herausforderung, deren Auswirkungen auf den Nahen und Mittleren Osten begrenzt blieben, wurde auf unmissverständliche Weise widerlegt.
Europas Verwundbarkeit
Die eklatante Verwundbarkeit Europas wurde drastisch untermauert, als der Iran mit einem Langstreckenangriff auf Diego Garcia eine ballistische Reichweite von 4000 Kilometern demonstrierte. Metropolen wie Berlin, Paris und Rom rücken schlagartig und ohne Vorwarnzeit in die direkte Zielerfassung der iranischen Streitkräfte. Flankiert wird diese akute physische Bedrohung von einer hochgradig raffinierten asymmetrischen Kriegsführung durch klandestine Netzwerke der Revolutionsgarden direkt im europäischen Kernland.
Ein alarmierender Beweis für deren unmittelbare Einsatzbereitschaft ist das jüngste Auftauchen anachronistischer, aber cyber-resistenter iranischer Zahlensender, die über Kurzwelle operative Befehle an Schläferzellen übermitteln. Der beunruhigende Umstand, dass dieses spezifische Signal massiv in Westdeutschland gepeilt wurde, lässt nur einen unmissverständlichen Schluss zu: Das theokratische Regime verfügt über tief verwurzelte, operativ handlungsfähige Terrornetzwerke mitten in Deutschland, die nun für den Ernstfall in Bereitschaft versetzt wurden.
Diese unmittelbare, hybride Bedrohung erfüllt exakt ihren strategischen Zweck. Sie zielt darauf ab, die politische Handlungsfähigkeit in Berlin und Brüssel im entscheidenden Moment der Krise zu paralysieren und Europa in eine rein defensive, reaktive Schockstarre zu zwingen. Im Gegensatz zu Europa haben die unmittelbaren Nachbarn Irans jahrzehntelange, blutige Erfahrung mit exakt diesem Drehbuch gesammelt.
Der arabische Paradigmenwechsel
Schwankte die Haltung der arabischen Frontstaaten gegenüber Teheran in der Vergangenheit noch unschlüssig zwischen regionaler Eindämmung, massiver Aufrüstung und taktischen, teils von China vermittelten Entspannungsversuchen, markieren die aktuellen Entwicklungen einen Wendepunkt. In Riad und Abu Dhabi ist die Erkenntnis gereift, dass eine friedliche Koexistenz mit einem theokratischen Regime, dessen Existenzberechtigung zwingend auf dem Export der Revolution und der Destabilisierung seiner........