„Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!“ |
21. Mai 2026 – 5. Siwan 5786
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»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«
Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel
es ist mir eine große Ehre, hier und heute Abend stehen zu dürfen und diesen Preis stellvertretend für die Jüdische Allgemeine entgegennehmen zu dürfen. Die Freude darüber kommt von Herzen.Das ist ehrlicherweise bei jedem Preis der Fall, hier gilt das aber umso mehr, da diese Ehrung aus der Mitte der jüdischen Gemeinschaft kommt und - man kann das glaube ich so sagen - auch vom allergrößten Teil der jüdischen Gemeinden in Deutschland zwischen Konstanz und Kiel getragen wird.
»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis
Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst
Ich sage Ihnen und Euch ganz offen und ehrlich: Dieser Preis tut uns, der Redaktion der Jüdischen Allgemeinen, außerordentlich gut. Es hätte für diese Auszeichnung, für diese Würdigung unserer Arbeit, keinen besseren Zeitpunkt geben können als jetzt.Warum ist das so? Ich möchte das gerne kurz erklären.Es gab nach dem 7. Oktober 2023, nach den furchtbaren Massakern der Hamas auf über 1200 unschuldige israelische Zivilisten, durchaus ein kleines Zeitfenster der Solidarität. Nicht der überbordenden Solidarität neben als dem lauten Schweigen insbesondere linker politischer Milieus, die sonst bei jeder tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Mikroaggression Foul schreien, aber eben doch eine wahrnehmbare Unterstützung des brutal überfallenen jüdischen Staates und der in der Folge auch in der Bundesrepublik wie nie zuvor angefeindeten Juden.In diesem Zeitraum bekamen auch wir als Zeitung von unseren Journalistenkollegen Unterstützung, Aufmerksamkeit und ja, auch Preise. Nachdem aber Israel als wehrhafter Staat agieren musste, um seine 251 entführten Staatsbürger lebend zurück nach Hause zu holen, den Beschuss aus Gaza und dem Libanon zu stoppen und um in diesem 7-Fronten-Krieg gegen die Feinde Israels und des Westens insgesamt zu bestehen, wurde diese Solidarität, diese Unterstützung, das Verständnis ebenso schnell wie konsequent auf quasi null zurückgefahren.Wir mussten beobachten, was selbst wir bei der Jüdischen Allgemeinen in der Ausprägung zumindest nicht für möglich gehalten hätten. An die Stelle des jahrtausendealten Gerüchts über die Juden trat medial – infolgedessen auch politisch und gesellschaftlich – das Gerücht über den jüdischen Staat: Was früher dem Juden als Individuum unterstellt wurde, wurde und wird seitdem nun dem jüdischen Staat, der Heimstatt von Millionen Juden, unterstellt.
Wie die »New York Times« Israel verteufelt
Der Autor Nicholas Kristof überzieht Israel in einem Meinungsbeitrag mit ungeheuerlichen Vorwürfen. Doch belastbare Beweise für seine Behauptungen legt er nicht vor – und schadet damit dem Journalismus
Und wieder funktioniert es: Ausgrenzung, Dämonisierung, Delegitimierung, Gewaltandrohung – nicht trotz, sondern wegen massiver Desinformation.Genozid, Aushungern, gezielte Hinrichtungen Unschuldiger, das Abrichten von Hunden, um Menschen zu vergewaltigen: Je kontrafaktischer die Vorwürfe, desto »besser«. Hand aufs Herz: Das Gift der Hamas-Propaganda ist schon längst in der Mitte........