USA könnten Abfangraketen für die Ukraine nach Nahost umleiten |
26. März 2026 – 8. Nissan 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
USA könnten Abfangraketen für die Ukraine nach Nahost umleiten
Schicken die USA für die Ukraine vorgesehene Rüstungsgüter in den Nahen Osten? Ein Bericht der »Washington Post« sorgt Aufsehen - vor allem, weil eine Nato-Initiative betroffen sein könnte
26.03.2026 16:44 Uhr
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat ausweichend auf einen Bericht reagiert, nach dem die USA wegen des Iran-Kriegs für die Ukraine vorgesehene Rüstungsgüter in den Nahen Osten umleiten könnten. Aus den USA würden weiter Abfangraketen und andere entscheidende Ausrüstung in die Ukraine geliefert, sagte Rutte bei einer Pressekonferenz. Er äußerte sich allerdings nicht dazu, ob möglicherweise Kürzungen vorgenommen oder angekündigt wurden. Aus Bündniskreisen hatte es zuvor geheißen, der Bericht der »Washington Post« komme nicht überraschend.
Das Blatt hatte unter Berufung auf mehrere nicht genannte Quellen berichtet, das Pentagon prüfe, ob Waffen, die eigentlich für die Ukraine bestimmt sind, in den Nahen Osten umgeleitet werden sollten, da der Krieg mit dem Iran einige der wichtigsten Munitionsbestände des US-Militärs aufzehre. Konkret gehe es auch um Flugabwehrraketen, die eigentlich über die sogenannte Purl-Initiative der Nato an die Ukraine geliefert werden sollen.
Europäer finanzieren US-Waffen für Ukraine
Über Purl finanzieren europäische Nato-Staaten und Kanada US-Rüstungsgüter für die Ukraine, weil die USA ihre finanzielle Unterstützung drastisch heruntergefahren haben. Sie stellte zuletzt einen Großteil der Munition für die Flugabwehrraketensysteme vom Typ Patriot und andere Luftverteidigungssysteme bereit.
Trump weigert sich, mit Netanjahu zu Aufstand im Iran aufzurufen
»Warum zum Teufel sollten wir die Menschen auf die Straße schicken, wenn sie einfach niedergemäht werden?« soll der amerikanische Präsident gefragt haben
Wie geht der Krieg gegen den Iran weiter?
US-Präsident Donald Trump droht dem Regime mit weiteren Angriffen. Teheran soll derweil seine Antwort auf den 15-Punkte-Plan übermittelt haben
Nach Angaben der »Washington Post« informierte das Pentagon zudem den Kongress darüber, dass es beabsichtige, etwa 750 Millionen Dollar (651 Mio. Euro) aus dem Purl-Programm umzuleiten, um die eigenen Bestände des US-Militärs aufzufüllen, anstatt zusätzliche Hilfe an die Ukraine zu senden. Ob die an der Initiative beteiligten europäischen Länder wüssten, wie die Mittel verwendet würden, sei unklar. Rutte wollte sich am Donnerstag nicht dazu äußern, ob die Nato darüber informiert wurde. dpa
Angriff auf Ambulanzen
Eine iranisch-islamistische Terrorgruppe bekennt sich zu einem Anschlag auf den jüdischen Rettungsdienst Hatzola
von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski 25.03.2026
Nach Brandanschlag: König Charles übernimmt Schirmherrschaft für jüdische Sicherheitsorganisation
Das Engagement des Monarchen für »Toleranz, Inklusion und interreligiöses Verständnis« passe eng zur Arbeit des Community Security Trust, so die Organisation
Chuck Norris ist doch sterblich
Der Actionstar und Meme-König wurde 86 Jahre alt. Und war immer ein großer Freund Israels
von Sophie Albers Ben Chamo 25.03.2026
Kleines Haus, große Herausforderung
Einst trugen Schoa-Überlebende in Sankt Petersburg eine Ausstellung zusammen. Nun ist daraus ein Museum geworden, das auch jungen Menschen die jüdische Geschichte näherbringt
von Polina Kantor 24.03.2026
Zwei Festnahmen nach Brandstiftung in Antwerpen
Zwei Minderjährige sollen an der Grenze zum jüdischen Viertel ein Auto angezündet haben
Vier Krankenwagen vor Synagoge in Brand gesteckt
Die Londoner Polizei geht von einem antisemitischen Motiv aus
Neuer Georg Stefan Troller Preis ehrt Beiträge über jüdisches Leben
Er hat einst das Interview-Format revolutioniert. Ein neuer Journalisten-Preis wird im Namen des im September 2025 gestorbenen Schoa-Überlebenden Georg Stefan Troller ausgeschrieben
»Ich wurde von Idioten entführt«
903 Tage lang war die russisch-israelische Wissenschaftlerin Elizabeth Tsurkov als Geisel in der Gewalt pro-iranischer Terroristen. Dies ist ihre persönliche Feldstudie zur Brutalität autoritärer Regime
von Elizabeth Tsurkov 20.03.2026 Aktualisiert
Zohran Mamdani missbraucht St. Patrick’s Day für Anklage gegen Israel
Elisha Wiesel wirft dem Bürgermeister vor, an dem irischen Feiertag »eine bösartige Ritualmordlegende gegen Juden« verbreitet zu haben, indem er behauptete, sie hätten in Gaza einen »Genozid« begangen
+49 30 275833 0 Mo-Do 9-17 Uhr Fr 9-14 Uhrverlag@juedische-allgemeine.deredaktion@juedische-allgemeine.de
© 2026 Jüdische Allgemeine Impressum/Datenschutzerklärung/AGB/Privatsphäre