Hamas-Narrative im ORF? |
30. März 2026 – 12. Nissan 5786
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Hamas-Narrative im ORF?
Für die Österreichische Medienbehörde ist klar, dass der ORF den Krieg im Gazastreifen in einer ausgestrahlten TV-Dokumentation verzerrt hat
Eine Entscheidung der österreichischen Medienbehörde KommAustria sorgt derzeit für Diskussionen über die journalistische Qualität im Österreichischen Rundfunk ORF. Im Zentrum steht eine »Weltjournal«-Dokumentation, die den Titel »Gaza-Krieg – Hölle in Gaza« trägt und am 4. September 2024 im ORF ausgestrahlt wurde. Gemäß einem Bescheid der Medienbehörde hat der Sender gegen das Objektivitätsgebot des ORF-Gesetzes verstoßen und damit grundlegende Standards nicht eingehalten.
KommAustria kommt darin zu einem eindeutigen Schluss: Der ORF habe bei der ausgestrahlten Sendung klar gegen das gesetzlich verankerte Objektivitätsgebot verstoßen. Konkret wird bemängelt, dass wichtige Hintergründe und Einordnungen fehlten, wodurch beim Publikum ein verzerrtes Gesamtbild entstanden sei.
Der Ursprung des Streits geht auf eine Beanstandung der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) zurück, die die Sendung als verzerrt und einseitig verfasst ansah. Die IKG warf dem Sender vor, im Beitrag »Gaza-Krieg – Hölle auf Erden« ein Bild zu vermitteln, das nicht den journalistischen Anforderungen an eine unabhängige, objektive Berichterstattung entspreche. Sie argumentierte, der Film liefere kein ausgewogenes Gesamtbild über den Nahostkonflikt, sondern reproduziere Narrative, die der radikal‑islamistischen Gruppierung Hamas nahestünden.
Mehr Sicherheit vor jüdischen Institutionen in Wien
»In dieser Sendung wurde der jüdische Staat – und auf Arabisch ‚die Juden‘ per se – als blutrünstige Mörder dargestellt. Es wurde anhand einiger nachweislich falscher Behauptungen ein Bild von Juden gezeichnet, das wir aus dem Mittelalter als Brunnenvergifter und Ritualmörder kennen. Solche antisemitischen Lügen führten wiederholt zu Gewalt gegen Juden«, sagte IKG-Generalsekretär Benjamin Nägele der Jüdischen Allgemeinen. Das........