Das RTS, sein Sportkommentator und der Israelhass |
17. Februar 2026 – 30. Schwat 5786
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Das RTS, sein Sportkommentator und der Israelhass
Der eigentliche Skandal ist die Rechtfertigung des öffentlich-rechtlichen Senders. Eine Rundfunkanstalt sollte ihre publizistischen Leitlinien immer einhalten und auch bei Israel keine Ausnahme machen.
Das israelische Zweierbob-Team konnte die Hasstiraden des Schweizer TV-Kommentators auf RTS erst im Nachhinein hören. Pilot Adam Edelman und sein Bremser Menachem Chen waren auf der Zielgeraden des Eiskanals in Mailand-Cortina und konzentrierten sich auf ihr Rennen. Während der 58-sekündigen Abfahrt kommentierte der Sportjournalist Stefan Renna jedoch nicht das Rennen, sondern Edelmans Tätigkeit in den sozialen Medien.
Der Bobfahrer sei »Zionist durch und durch« und würde den »Genozid in Gaza« gutheißen, so der Kommentator. Außerdem sei »Genozid« der entsprechende Terminus, der auch »von der UN-Untersuchungskommission für die Region in Gaza verwendet« werde. Eine sportliche Einordnung? Mitnichten. Was Renna hier in den Äther jagte, waren persönliche politische Bewertungen, die mit Sportberichterstattung nichts zu tun haben.
Ein Journalist, der während eines sportlichen Wettkampfs seine eigenen politischen Ansichten kundtut, macht die Übertragung zur persönlichen Kommentarbühne.
Ein Journalist, der während eines sportlichen Wettkampfs seine eigenen politischen Ansichten kundtut, macht die Übertragung zur persönlichen Kommentarbühne.
Dass ein TV-Kommentator seine persönlichen Befindlichkeiten ins Mikrofon redet, kann vorkommen. Und ist menschlich. Denn Sport sorgt........