Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

07. Juni 2026 – 22. Siwan 5786

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Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 07.06.2026 07:42 Uhr

Die Schoa hätte es nach Ansicht des französisch-deutschen Schriftstellers und Übersetzers Georges-Arthur Goldschmidt ohne den Terror der Französischen Revolution vielleicht nicht gegeben. Mit der Einführung der Guillotine im Jahr 1793 sei das Töten eine »nationale Einrichtung« geworden, sagte der in Paris lebende 98-Jährige der »Welt am Sonntag« in einem Interview. »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

Mit radikaler Offenheit

In seinem Buch »Der versperrte Weg« nähert sich der Autor dem Lebenslabyrinth des älteren Bruders

»Wer die Todesstrafe benutzt, ist ein Krimineller und ein Primitiver«, fuhr Goldschmidt fort. »Jemanden zu köpfen ist das größte Verbrechen überhaupt. Das war........

© Juedische Allgemeine