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Ukrainischer Oberrabbiner: „Es sind Kriegsverbrechen“

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07.04.2022

»Es sind Kriegsverbrechen, die die russische Armee dort begangen hat«, sagt Moshe Reuven Azman am Telefon. Der Oberabbiner der Ukraine ist wieder zurück in Kiew, am Sonntag war er aber noch im etwa eine halbe Autostunde entfernten Butscha, um sich selbst ein Bild von dem zu machen, was an diesem Ort geschehen ist. Die ukrainische Stadt ist am Wochenende zum Menetekel der grausamen russischen Kriegsführung geworden.

Nachdem die ukrainische Armee Butscha am Samstag zurückerobern konnte, gingen Aufnahmen von an den Händen gefesselten Leichen um die Welt, die in den Straßen der Stadt liegen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf daraufhin der russischen Regierung vor, in Butscha gezielt Zivilisten getötet zu haben. »Sie haben Frauen, Erwachsene, ältere Menschen und Kinder getötet«, sagte er in einer Video-Schalte im UN-Sicherheitsrat. Ukrainische Behörden geben an, insgesamt etwa 300 Tote seien zu beklagen.

KONTAKT Rabbiner Azman, der seit 2005 als einer der ukrainischen Oberrabbiner fungiert, sagt, er habe schon seit Wochen geahnt, dass in Butscha furchtbare Dinge geschehen. Mit einigen Juden,........

© Juedische Allgemeine


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