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„Wir wollen eine Gegenstimme zu israelfeindlichen Narrativen sein“

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05. Juni 2026 – 20. Siwan 5786

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»Wir wollen eine Gegenstimme zu israelfeindlichen Narrativen sein«

»Wir wollen eine Gegenstimme zu israelfeindlichen Narrativen sein«

Anika Schmütz ist die neue Vorsitzende des »Jungen Forums« der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Ein Gespräch über das Israelbild unter jungen Deutschen, Antisemitismus in linken Milieus und die Freundschaft zwischen zwei Ländern

Frau Schmütz, Sie wurden vergangenes Wochenende zur neuen Vorsitzenden des »Jungen Forums« (JuFo), der Organisation für Mitglieder der Deutsch-Israelischen Gesellschaft im Alter zwischen 14 und 35 Jahren, gewählt. Was wollen Sie in Ihrer neuen Funktion als Erstes angehen? Mit dem, was der vorherige Vorstand getan hat, bin ich sehr zufrieden, und es bildet eine gute Basis, auf der wir aufbauen können. Grundsätzliche Änderungen sind also nicht geplant. Nach meiner Einarbeitungsphase wollen wir als JuFo jedoch noch präsenter werden und zeigen, wer wir sind und wofür wir stehen. Gerade in der jungen Generation bleibt Israel ein brennendes Thema, und das trotz des Waffenstillstands in Gaza. Wir wollen deshalb weiter eine Gegenstimme zu israelfeindlichen Narrativen sein - auch wenn es sich manchmal anfühlt wie gegen Windmühlen zu kämpfen.

In Ihrem Bewerbungsschreiben haben Sie angemerkt, dass Israel unter jungen Deutschen so unbeliebt ist wie nie. Wie wollen Sie das ändern? Ein Problem ist, dass in der jungen Generation viele keinen direkten Bezug zu Israel mehr haben. Das hat oft praktische Gründe: Wegen der Corona-Pandemie und der Kriege im Nahost ist es seit Jahren schwierig, dorthin zu reisen. In unserer Elterngeneration haben noch deutlich mehr Menschen über Austausch- und Freiwilligendienste das Land persönlich erleben können. Wer Israel wirklich kennt, kann Propaganda und Fake News ganz anders begegnen. Wir wollen daher die Delegationsreisen des JuFo nach........

© Juedische Allgemeine