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„Wieder und wieder erzählen“

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28.04.2022

Nava Ruda war zusammen mit ihrer Mutter bereits auf dem Weg in den sicheren Tod. Da stoppte ein Unbekannter den Lastwagen, in dem sie und viele weitere Juden aus Lwiw auf dem Weg in ein KZ saßen, und beorderte den Fahrer umzukehren. »Für mich und meine Mutter war es ein Wunder«, sagte Nava, die bis heute nicht genau weiß, warum damals der Befehl gegeben wurde, der ihr das Leben rettete. Bei einem »Zikaron BeSalon«, übersetzbar mit »Gedenken im Wohnzimmer«, erzählte die 87-jährige Schoa-Überlebende heute in einem Online-Gespräch ihre Geschichte.

Die Veranstaltung wurde von der Stadt Tel Aviv gemeinsam mit dem Büro des Landes Nordrhein-Westfalen in Israel organisiert, dessen Direktor, Gil Yaron, auch die einführende Ansprache hielt. Er beschrieb, wie sich über die Jahre die Wahrnehmung der Überlebenden des Holocaust verändert hat. Heute würden sie nicht mehr als Opfer betrachtet, »sondern als Helden, die Leben vor Tod, Liebe vor Hass und ein neues Schicksal anstatt Verzweiflung gewählt haben«.

HELDEN Eine solche Heldin ist auch Nava Ruda, die von ihrem Zuhause in Tel Aviv aus dem Gespräch zugeschaltet wurde. Sie hat bereits auf zahlreichen »Zikaron BeSalon« gesprochen, einem Veranstaltungsformat, bei dem........

© Juedische Allgemeine


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