Rubio verteidigt Iran-Kurs: „Wir werden unsere Ziele in Wochen erreichen“ |
31. März 2026 – 13. Nissan 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Rubio verteidigt Iran-Kurs: »Wir werden unsere Ziele in Wochen erreichen«
Der US-Außenminister fasst die Ziele seines Landes so zusammen: »Erstens die Zerstörung ihrer Luftwaffe. Zweitens die Zerstörung ihrer Marine. Drittens eine drastische Reduzierung ihrer Raketenfähigkeiten. Und viertens die Zerstörung ihrer Produktionsstätten«.
31.03.2026 08:50 Uhr
US-Außenminister Marco Rubio hat den militärischen Kurs der Vereinigten Staaten gegenüber dem Iran mit ungewöhnlich deutlichen Worten verteidigt und zugleich auf laufende diplomatische Kontakte verwiesen. In einem Interview mit ABC erklärte er, die USA stünden kurz davor, zentrale militärische Ziele zu erreichen.
Rubio sagte, es gehe bei der Operation vor allem darum, die militärischen Fähigkeiten Teherans nachhaltig zu demolieren: »Wir zerstören die iranische Marine«, erklärte er. Zudem würden Raketenstellungen ausgeschaltet und die industrielle Basis für die Waffenproduktion ins Visier genommen. Ziel sei es, dass der Iran künftig »keine neuen Raketen und Drohnen mehr in großem Umfang herstellen kann«.
Der Außenminister zeichnete das Bild eines erheblich geschwächten Gegners. »Der Iran, den Sie jetzt sehen, ist an seinem schwächsten Punkt«, sagte Rubio. Würde man nicht handeln, drohe jedoch eine massive Aufrüstung: »Stellen Sie sich vor, wie dieses Regime in zwei Jahren aussähe – mit Tausenden zusätzlichen Raketen und Fabriken.«
Hamas, Hisbollah und Huthi
Auch Drohungen aus Teheran, die Straße von Hormus dauerhaft kontrollieren zu wollen, wies Rubio entschieden zurück. »Das wird niemals zugelassen werden«, betonte er. Der Präsident verfüge über verschiedene Optionen, um dies zu verhindern. Details nannte er jedoch nicht.
Bericht: Trump prüft Militäreinsatz zur Uran-Bergung im Iran
Setzen die USA im Iran auch Bodentruppen ein? Trump erwägt laut einem Medienberichten, angereichertes Uran mit Gewalt zu beschlagnahmen
Raketenangriff aus Iran und Libanon: Einschlag in Raffinerie bei Haifa, mehrere Verletzte
Über dem Bazan-Ölraffineriekomplex steigt dichter Rauch auf. Auch Wohnhäuser wurden getroffen
Spanien sperrt Luftraum für an Iran-Krieg beteiligte Flugzeuge
Die Militärbasen Rota und Morón waren bereits für am Krieg beteiligte US-Militärflugzeuge gesperrt. Nun eskaliert der Streit weiter
Für zusätzliche Brisanz sorgten jüngste Äußerungen von Präsident Donald Trump, der sogar Angriffe auf Energieinfrastruktur ins Spiel brachte. Rubio versuchte, den Fokus dennoch auf Diplomatie zu lenken: »Der Präsident bevorzugt Diplomatie«, sagte er. Es gebe bereits »Botschaften, die hin und her übermittelt werden« sowie Gespräche über Vermittler.
Zugleich machte Rubio deutlich, dass Washington dem iranischen Regime grundsätzlich misstraut. »Diese Leute sind Verrückte. Sie sind religiöse Fanatiker, denen man niemals erlauben darf, eine Atomwaffe zu besitzen«, sagte er wörtlich. Die Führung in Teheran habe über Jahre hinweg Terrorgruppen in der Region unterstützt – darunter »die Huthis, die Hisbollah, die Hamas und schiitische Milizen im Irak«.
Auf Nachfrage bestätigte Rubio indirekt, dass es Kontakte zu möglicherweise neuen Machtzentren im Iran gebe. Er sprach von »Menschen, die privat die richtigen Dinge sagen«, wollte aber keine Namen nennen. »Es gibt dort interne Brüche«, sagte er. Sollten sich tatsächlich neue Kräfte durchsetzen, wäre das »eine gute Nachricht für uns, für sie und für die ganze Welt.«
Gleichzeitig blieb er vorsichtig: Man müsse erst sehen, ob diese Akteure tatsächlich Einfluss hätten. »Wir werden das sehr genau testen«, kündigte Rubio an. Diplomatie bleibe der bevorzugte Weg, doch man müsse auch auf ein Scheitern vorbereitet sein.
Eine Ausweitung des Konflikts wollte Rubio nicht bestätigen. Stattdessen betonte er mehrfach die klar umrissenen Ziele der laufenden Operation: »Erstens die Zerstörung ihrer Luftwaffe. Zweitens die Zerstörung ihrer Marine. Drittens eine drastische Reduzierung ihrer Raketenfähigkeiten. Und viertens die Zerstörung ihrer Produktionsstätten.«
Diese Ziele würden bereits erreicht oder lägen »im Zeitplan oder sogar davor«. Rubio zeigte sich überzeugt: »Wir werden das in wenigen Wochen erreichen, nicht in Monaten.« im
Spanien sperrt Luftraum für an Iran-Krieg beteiligte Flugzeuge
Die Militärbasen Rota und Morón waren bereits für am Krieg beteiligte US-Militärflugzeuge gesperrt. Nun eskaliert der Streit weiter
Versammlung »Kufiyas in Buchenwald« nach Weimar verlegt
Die Gedenkstätte Buchenwald begrüßt die Verlegung einer umstrittenen Versammlung aus dem Lagergelände. Am Jahrestag der Befreiung steht die Erinnerung an die Opfer der NS-Gewaltherrschaft im Mittelpunkt, nicht politischer Protest
Erneut iranisches Geschoss von Nato in der Türkei abgefangen
Schon wieder muss ein Nato-Abwehrsystem ein Geschoss aus dem Iran im türkischen Luftraum abfangen. Es ist bereits der vierte Vorfall dieser Art seit Beginn des Iran-Kriegs
Merz stellt nach Krieg Beitrag für Straße von Hormus in Aussicht
Beim Besuch des syrischen Übergangspräsidenten spielt auch der Iran-Krieg eine Rolle. Der Kanzler dringt auf ein schnelles Ende der Kämpfe
Iran hängt zwei Anhänger der Volksmudschahedin
Seit Kriegsbeginn geht die iranische Justiz mit äußerster Härte gegen mutmaßliche Spione und Kritiker vor. Nun werden zwei Männer gehängt, die einer im Iran verbotenen Gruppe angehören
Bericht: Trump prüft Militäreinsatz zur Uran-Bergung im Iran
Setzen die USA im Iran auch Bodentruppen ein? Trump erwägt laut einem Medienberichten, angereichertes Uran mit Gewalt zu beschlagnahmen
232 Verletzte binnen eines Tages – Raketen aus Iran, Drohnen aus Jemen
Seit Beginn des Krieges vor gut einem Monat wurden mehr als 6000 Menschen in israelischen Kliniken behandelt
Kanada verweigert EU-Abgeordneter die Einreise
Jüdische Organisationen begrüßen die Entscheidung. Rima Hassan werden Israelhass und Terrorverherrlichung vorgeworfen
Blair warnt vor Judenhass in Europa, weist Völkermord-Vorwurf gegen Israel zurück
Der frühere Premierminister schreibt, wiederkehrende Stellungnahmen europäischer Regierungen hätten das Anwachsen des Antisemitismus bislang nicht gestoppt
+49 30 275833 0 Mo-Do 9-17 Uhr Fr 9-14 Uhrverlag@juedische-allgemeine.deredaktion@juedische-allgemeine.de
© 2026 Jüdische Allgemeine Impressum/Datenschutzerklärung/AGB/Privatsphäre