Berliner Fotograf dokumentiert Pariser Juden-Deportation |
19. Mai 2026 – 3. Siwan 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Berliner Fotograf dokumentiert Pariser Juden-Deportation
Lange Zeit unbekannte Fotos zeigen, wie Pariser Juden 1941 ahnungslos einer Vorladung folgten – und in den Abgrund geführt wurden. Was der Harry Croner dabei dokumentierte
19.05.2026 09:35 Uhr
In Paris und Berlin wird erstmals eine umfangreiche Serie von Fotos zur ersten großen Massenverhaftung von Juden in Paris gezeigt, mit denen ein Wehrmachtsfotograf das Grauen der Deportation dokumentiert hat. Die 98 Fotos stammen von dem bekannten Berliner Fotografen Harry Croner (1903–1992), der die Deportation am 14. Mai 1941 als Kriegsberichterstatter der Wehrmacht fotografierte.
Die 2021 bei einem Trödelhändler in Frankreich entdeckten und bis dahin unbekannten Fotos zeigen auf einer Vielzahl von der Wehrmachtspropaganda nicht genutzten Motiven, wie die von der Polizeipräfektur vorgeladenen Juden nichtsahnend in einer Pariser Turnhalle eintreffen, von dort zum Bahnhof transportiert und in Lager gebracht werden.
Zu sehen ist auch, wie die Deportierten in Barackenlagern zusammengepfercht werden. Außerdem bestätigen die Aufnahmen, dass die französische Polizei bei den Razzien eine zentrale Rolle spielte. So überwachte in der Turnhalle der damalige Pariser Polizeipräfekt François Bard das Geschehen.
Reportage des........