Antisemitische Vorfälle in NRW erreichen neuen Höchststand

03. Juni 2026 – 18. Siwan 5786

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Antisemitische Vorfälle in NRW erreichen neuen Höchststand

»Jüdinnen und Juden erleben in unserem Land immer häufiger Hass, Bedrohungen und Ausgrenzung«, sagt Familien- und Integrationsministerin Verena Schäffer

 03.06.2026 14:21 Uhr

Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Nordrhein-Westfalen (RIAS NRW) wurden 2025 insgesamt 1102 Vorfälle dokumentiert. Das entspricht einem Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als 940 Fälle registriert worden waren.

Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits seit mehreren Jahren zu beobachten ist. Während 2022 durchschnittlich noch fünf antisemitische Vorfälle pro Woche erfasst wurden, lag dieser Wert 2025 bereits bei 21 Fällen. Im Jahr zuvor waren es 18 Vorfälle pro Woche gewesen.

Besonders besorgniserregend ist nach Einschätzung von RIAS NRW die zunehmende Schwere der Vorfälle. Die Zahl der dokumentierten Bedrohungen stieg um 50 Prozent auf 33 Fälle. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei antisemitischen Angriffen aus: Hier wurden 32 Vorfälle registriert, ein Plus von 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

»Bedrohungen und Ausgrenzung«

Bei der Vorstellung des Jahresberichts erklärte Nordrhein-Westfalens Familien- und Integrationsministerin Verena Schäffer: »Der massive Anstieg von antisemitischen Vorfällen in Nordrhein-Westfalen, insbesondere seit dem 7. Oktober 2023, erschüttert mich zutiefst. Jüdinnen und Juden erleben in unserem Land immer häufiger Hass, Bedrohungen und Ausgrenzung.«

Die Ministerin warnte davor, Antisemitismus allein auf strafrechtlich relevante Taten zu reduzieren. »Antisemitismus beginnt nicht erst bei Straftaten, sondern bei diskriminierendem und verletzendem Verhalten«, sagte sie. Deshalb müsse antisemitischen Einstellungen und Parolen überall entschlossen widersprochen werden.

Nach den Erkenntnissen von RIAS NRW ereigneten sich die meisten Vorfälle im öffentlichen........

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