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Resilientes Pilgern

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30.04.2026

30. April 2026 – 13. Ijar 5786

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Teilnehmer der alljährlichen Fahrt zur La-Ghriba-Synagoge auf Djerba lassen sich von Sicherheitswarnungen kaum einschüchtern

Die Omer-Zeit bezeichnet die 49 Tage zwischen Pessach und Schawuot, eine Periode der »Halbtrauer«, in der Hochzeiten und Musik untersagt sind. An Lag BaOmer, dem 33. Tag, wird diese Trauer unterbrochen. Dann gedenkt man Rabbi Schimon Bar Jochai, dem die Kabbala das Buch Sohar zuschreibt und der seine Schüler anwies, seinen Tod nicht zu beweinen, sondern zu feiern.Auf der tunesischen Insel Djerba ist dieses Fest mit einer ganz konkreten Praxis verbunden, die sich über lange Zeit erhalten hat und bis heute den Rahmen der jährlichen Pilgerfahrt bildet. Im Dorf Erriadh befindet sich die La-Ghriba-Synagoge, die als ältestes erhaltenes jüdisches Gotteshaus Afrikas gilt. Der Überlieferung nach wurde sie von Priestern gegründet, die nach der Zerstörung des Ersten Tempels geflohen waren und einen Stein des Altars mitgebracht hatten. Während der Pilgerfahrt versammelt sich dort heute eine Gemeinschaft, die im Alltag in dieser Form nicht mehr existiert.

Anreise aus Israel, Frankreich oder auch den USA

Die Teilnehmer reisen aus Israel, Frankreich oder auch den USA an. Sie nehmen an Gebeten teil, hören Segenssprüche und beteiligen sich an Ritualen, die an den Ort gebunden sind. Unter anderem werden in der hinteren Grotte, wo der Tempelstein vermutet wird, Eier abgelegt, die mit den Namen von Personen beschriftet sind, für die gebetet wird. Ein zentrales Element war bisher die traditionelle Menara-Prozession, bei der ein kleines, mit bunten Tüchern geschmücktes Gefährt durch das Dorf getragen wurde.Der Ablauf der Pilgerfahrt........

© Juedische Allgemeine