Gefängnis fürs Grillen

28. April 2026 – 11. Ijar 5786

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Gefängnis fürs Grillen

Mehr Strafen für Verstöße gegen »religiöse Disziplin«

Mehrere Vorfälle in der Armee haben eine öffentliche Debatte darüber entfacht, ob religiöse Normen zunehmend Einfluss auf Disziplinarmaßnahmen haben – und ob dabei mit zweierlei Maß gemessen wird. Auslöser der Empörung war ein Fall bei der Grenzpolizei des Militärs: Vier Sanitäter, die in Kampfeinheiten dienen, wurden zu drei Wochen Militärgefängnis verurteilt, weil sie auf ihrem Stützpunkt während des Schabbats gegrillt hatten.

Der Vorwurf lautete, sie hätten »Religion und Judentum verletzt«. Für viele Beobachter stehen sowohl die Begründung als auch das Strafmaß in keinem Verhältnis zur Tat. Im Umfeld formierte sich rasch Protest. Vor dem Gefängnis versammelten sich Angehörige und Unterstützer. Pe’er Elazar, der Vater einer der betroffenen Sanitäterinnen, wandte sich per Megafon direkt an seine Tochter: »Du hast doch nur gegrillt. Aber deine Vorgesetzten haben ein Verbrechen begangen.«

Empörung vor dem Militärgefängnis

Kurz darauf........

© Juedische Allgemeine