»Es ist ein gerechter Krieg«

04. März 2026 – 15. Adar 5786

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»Es ist ein gerechter Krieg«

Oppositionsführer Yair Lapid unterstützt die Präventivschläge Israels und der USA gegen den Iran

Herr Lapid, wie geht es Ihnen in diesen Tagen – und wo suchen Sie Schutz bei den Raketenalarmen?Ich bin ständig in Schutzräumen und wieder draußen, manchmal sogar während Fernsehinterviews und Besuchen an Orten, die von iranischen Raketen getroffen wurden. Das ist unsere Realität im Moment, aber wir sind stark und entschlossen. Unsere Aufgabe ist es, dem israelischen Volk Führung zu zeigen. Was mich antreibt, ist dasselbe, was das Land antreibt – das Wissen: Wir haben uns das nicht ausgesucht und schützen unser Volk und unsere Zukunft.

Sie sind Israels Oppositionsführer und ehemaliger Premierminister. Wie beurteilen Sie die Präventivschläge Israels und der Vereinigten Staaten gegen den Iran?Ich habe diese Schläge unterstützt, weil Irans Raketen- und Atomprogramm eine existenzielle Bedrohung darstellen. Israel hat die Pflicht sicherzustellen, dass der weltweit führende Unterstützer des Terrorismus nicht die Fähigkeit erlangt, die Region unter einem nuklearen Schirm einzuschüchtern. Ich bin Premierminister Netanjahus größter politischer Rivale und ein scharfer Kritiker von ihm in vielen Fragen, aber wenn es um unsere berechtigten nationalen Sicherheitsbedürfnisse geht, spielt die Politik keine Rolle. In dieser Frage ist das Land geeint.

Wie sieht Ihre Arbeit derzeit aus?Meine Zeit teilt sich zwischen Inlands- und Auslandsarbeit auf. Im Inland unterstütze ich die Menschen vor Ort, spende Familien Trost und stehe hinter unseren unglaublichen Sicherheitskräften. Auf diplomatischer Ebene habe ich Dutzende von Interviews gegeben, um sicherzustellen, dass Israels Botschaft in die Welt hinausgetragen wird. Damit selbst diejenigen, die unserer Regierung kritisch gegenüberstehen, wissen, dass sie diese Operation unterstützen können, da sie breite Rückendeckung im gesamten politischen Spektrum Israels genießt.

Glauben Sie, dass dieser Krieg notwendig war?Ja. Wir wurden zu diesem Krieg gezwungen. Ein Regime, das offen Terrorismus in der gesamten Region finanziert und lenkt, während es........

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