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Selbstbewusst, jung, aktiv

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23.06.2022

Die Planung der »Nevatim«-Konferenz war schon im Gange, als der Krieg in der Ukraine ausbrach. »Das hat die Welt verändert, auch die jüdische«, sagt Anastassia Pletoukhina, die Direktorin des gleichnamigen Programms der Jewish Agency for Israel (JAFI). Für sie und ihr Team war daher klar, dass sie das Thema des Treffens, bei dem am vergangenen Wochenende junge Jüdinnen und Juden in Halle zusammenkamen, anpassen mussten.

In einem Akt der kritischen Aneignung wählte man daher die Idee der »Zeitenwende« als inhaltliche Klammer der Tagung. Der Begriff, den Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) prägte, um die neue deutsche Sicherheitspolitik angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine zu beschreiben, sei »eine Einladung, um über die für uns relevanten verschiedenen Umbrüche und Konflikte in Israel, Deutschland und auf der ganzen Welt zu sprechen«, so Pletoukhina.

Engagement Diese Einladung nahmen etwa zwei Dutzend junge Menschen aus verschiedenen deutschen Städten wahr, die im Laufe des vergangenen Freitagnachmittags in Halle eintrafen. Sie alle setzen sich auf die ein oder andere Weise für die jüdische Gemeinschaft ein – die einen als Madrichim in den Jugendzentren, andere in jüdischen Bildungsprogrammen und wieder andere in der Flüchtlingshilfe.

So unterschiedlich ihr Engagement auch ist, die Themen, die sie zurzeit beschäftigen, ähneln sich: Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, ein gesellschaftlich wie meteorologisch aufgeheiztes Klima, wachsender Antisemitismus und Israelhass – und........

© Juedische Allgemeine


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