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Reiseleiter ohne Hoffnung

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19.09.2021

Ende August: Auf dem Ben-Gurion-Flughafen herrscht dichtes Gedränge, Koffer und Reisetaschen laufen auf den Gepäckbändern pausenlos im Kreis herum, Menschen erzählen von ihren Erlebnissen. Die Israelis kehren aus den Sommerferien zurück, dazwischen Touristen aus der ganzen Welt. Das war bis 2019 Realität. Jetzt ist wieder Ende August, aber im Jahr 2021 herrscht auf dem Ben-Gurion-Flughafen gähnende Leere. Ein einziges Gepäckband ist in Betrieb. Kein einziger ausländischer Gast kommt an.

Von den Fluglinien über die Hotels bis zu Restaurants und Reiseleitern spüren alle die drastischen Auswirkungen. Seit März 2020 ist Israel für Besucher aus dem Ausland abgeriegelt. Mit Ausnahme weniger Wochen, als im späten Frühjahr dieses Jahres einige wenige Reisegruppen ankommen durften, gibt es keine Touristen.

Ab 19. September soll das Pilotprogramm des Tourismusministeriums wiederaufgenommen werden. Ausschließlich über Reiseveranstalter organisierte Gruppen mit fünf bis 30 Teilnehmern aus grün, gelb und orange gekennzeichneten Ländern dürfen dann einreisen. Doch die Bedingungen sind streng: Alle müssen innerhalb der vergangenen sechs Monate mindestens zweimal mit einem von Israel genehmigten Vakzin geimpft sein, einen negativen PCR-Test mitbringen sowie nach der Ankunft einen serologischen Test und einen weiteren PCR-Test über sich ergehen lassen.

AUFLAGEN Das vorherige Pilotprojekt mit denselben Auflagen wird als Erfolg bezeichnet, obwohl es bereits im Juni wegen steigender Infektionszahlen wieder ausgesetzt wurde. »Es erlaubte eine sichere, kontrollierte Möglichkeit, damit ausländische Touristen Israel besuchen können. Mehr als 2000 Gäste, hauptsächlich aus den USA und Europa, reisten in dieser Zeit durch das Land, und nicht ein Corona-Fall........

© Juedische Allgemeine


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